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	<title>Gewaltfreiheit</title>
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	<description>der Weg ist das Ziel</description>
	<pubDate>Fri, 29 Oct 2010 20:20:21 +0000</pubDate>
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		<title>Centro per la Nonviolenza della Svizzera Italiana (CNSI) gegründet</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Oct 2010 19:56:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Am 30. April 2010 wurde in Bellinzona das “Centro per la Nonviolenza della Svizzera Italiana (CNSI)” gegründet. Als Koordinator wurde die historische Figur des Zivildienstes in der italienischer Schweiz Luca Buzzi gewählt. Anwesend an der Gründung des CNSI auch Mao Valpiana, historische Figur der gewaltfreie Friedensbewegung in Italien, um die internationale Charakter des Ereignis und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.gewaltfreiheit.ch/wp-content/logocnsi.jpg" onclick="return false;" title="Direkter Link zu der Datei"><img src="http://www.gewaltfreiheit.ch/wp-content/logocnsi.thumbnail.jpg" alt="logocnsi.jpg" height="128" width="130" /></a>Am 30. April 2010 wurde in Bellinzona das “Centro per la Nonviolenza della Svizzera Italiana (CNSI)” gegründet. Als Koordinator wurde die historische Figur des Zivildienstes in der italienischer Schweiz Luca Buzzi gewählt. Anwesend an der Gründung des CNSI auch Mao Valpiana, historische Figur der gewaltfreie Friedensbewegung in Italien, um die internationale Charakter des Ereignis und der Wille von einer grenzüberschreitenden Mitarbeit hervorzuheben.</p>
<p>Das CNSI entsteht aus der Asche der “Gruppo Ticinese per il Servizio Civile (GTSC)”. Der neue Verein beabsichtigt die Zivildienstförderung und die Beratungen für Militärdienstverweigerer fortzusetzen und die Förderung einer Kultur der Gewaltfreiheit und des Friedens zu intensivieren.</p>
<p>Um dieses Ziel zu erreichen, beabsichtigt das CNSI eine neue vierteljährliche Zeitung herauszugeben, die das fast 30-jährige Blatt der GTSC “Obiezione!” ersetzen wird, ein Dokumentationszentrum für ein breites Publikum zu eröffnen, die Kommunikation durch eine neue Internetseite anzuregen (<a href="http://www.nonviolenza.ch" target="_blank">www.nonviolenza.ch</a>), öffentliche Veranstaltungen über Gewaltfreiheit zu organisieren, die Mitarbeit mit nationalen Organisationen zu verstärken, die sich gegen Krieg und Gewalt und für eine Kultur des Respekts und des Friedens engagieren.</p>
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		</item>
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		<title>Perspektive- und Vorbereitungstreffen 2010</title>
		<link>http://www.gewaltfreiheit.ch/?p=90</link>
		<comments>http://www.gewaltfreiheit.ch/?p=90#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 06 May 2010 19:39:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Perspektive- und Vorbereitungstreffen «Zeit für Versöhnung 2010»
Mittwoch, 12. Mai 2010 von 13.15 bis ca. 15 Uhr am Sitz
des Schweizerischen Friedensrates an der Gartenhofstr. 7 in Zürich.
Die 12 Tage «Zeit für Versöhnung» fanden letztes Jahr erstmals zwischen dem
Int. Friedenstag vom 21. September und dem Int. Tag für Gewaltlosigkeit (2.
Oktober) mit einer vielfältigen Agenda statt.
Alle Interessierten sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Perspektive- und Vorbereitungstreffen «Zeit für Versöhnung 2010»</p>
<p>Mittwoch, 12. Mai 2010 von 13.15 bis ca. 15 Uhr am Sitz<br />
des Schweizerischen Friedensrates an der Gartenhofstr. 7 in Zürich.</p>
<p>Die 12 Tage «Zeit für Versöhnung» fanden letztes Jahr erstmals zwischen dem<br />
Int. Friedenstag vom 21. September und dem Int. Tag für Gewaltlosigkeit (2.<br />
Oktober) mit einer vielfältigen Agenda statt.</p>
<p>Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Veranstaltungsreihe «Zeit für Versöhnung» : 12 Tage vom 21. September bis 2. Oktober 2009</title>
		<link>http://www.gewaltfreiheit.ch/?p=87</link>
		<comments>http://www.gewaltfreiheit.ch/?p=87#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 19 Sep 2009 14:43:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2009 zum Internationalen Jahr der Versöhnung ausgerufen. Leider hat der Bundesrat während des ganzen Jahres keinerlei entsprechenden Aktivitäten entwickelt oder auch nur unterstützt (siehe Antwort auf eine Anfrage von Nationalrat Hans Stöckli am 22.9.2008).
Die untenstehenden Friedensorganisationen haben deshalb eine eigene Veranstaltungsreihe unter dem Titel «12 Tage Zeit für Versöhnung» [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2009 zum Internationalen Jahr der Versöhnung ausgerufen. Leider hat der Bundesrat während des ganzen Jahres keinerlei entsprechenden Aktivitäten entwickelt oder auch nur unterstützt (siehe Antwort auf eine Anfrage von Nationalrat Hans Stöckli am 22.9.2008).</p>
<p>Die untenstehenden Friedensorganisationen haben deshalb eine eigene Veranstaltungsreihe unter dem Titel «12 Tage Zeit für Versöhnung» organisiert, die zwischen dem «Internationalen Friedenstag» vom 21. September und dem «Internationalen Tag für Gewaltlosigkeit» vom 2. Oktober 2009 durchgeführt wird. Ziel des vielfältigen Programms ist es, das Bewusstsein für Versöhnung zu aktivieren und zu stärken. Aus dem Aufruf:</p>
<p>«Die Aufarbeitung der Vergangenheit und Versöhnung sind bedeutsame Schritte auf dem Weg zu Frieden und Gerechtigkeit. Menschen aller Kulturen und durch alle Zeiten hindurch haben dies erkannt und ihre eigenen Konfliktlösungsstrategien und Rituale entwickelt. Versöhnung ist nicht nur auf internationaler, nationaler und gesellschaftlicher<br />
Ebene wichtig, sondern auch in Familien und auf der persönlichen Ebene. Eine gelungene Versöhnung ebnet den Weg für einen hoffnungsvollen Neubeginn. Es ist an der Zeit, die Frieden stiftende Tradition von Versöhnung auf allen Ebenen unseres Seins und in allen Bereichen des Lebens neu zu beleben.</p>
<p>Besonders freut uns, dass der lateinamerikanische Friedensnobelpreisträger Adolfo Pérez Esquivel während diesen Tagen auf einer Informationsreise in der Schweiz weilt und an verschiedenen Veranstaltungen zur Versöhnung teilnimmt.</p>
<p>Die Trägerorganisationen fordern vom Bundesrat, dass er sich in der UNO dafür einsetzt, dass im Anschluss an die Dekade zur Überwindung von Gewalt, die nächstes Jahr abschliesst, eine neue Dekade für internationale Versöhnungsarbeit ausgerufen wird.</p>
<p>Wir laden Euch herzlich ein, an der einen oder anderen Veranstaltung teilzunehmen oder die anliegende «Agenda Zeit für Versöhnung» weiterzuverbreiten.</p>
<p>In der Anlage findet Ihr die ausführliche Agenda «Zeit für Versöhnung». Für weitere Informationen stehen zur Verfügung:</p>
<ul>
<li><a href="mailto:ueliw@dataway.ch">Ueli Wildberger</a>, Forum für Friedenserziehung, Tel. 044 242 20 59</li>
<li> <a href="mailto:info@friedensrat.ch">Peter Weishaupt</a>, Schweizerischer Friedensrat, Tel. 044 242 93 21</li>
</ul>
<p><strong>Trägerorganisationen</strong>:</p>
<ul>
<li>Forum für Friedenserziehung/IFOR-CH</li>
<li>S.E.R. Stiftung CH</li>
<li>CAUX-Initiativen</li>
<li>der Veränderung</li>
<li>Schweizerischer Friedensrat, Zürich</li>
<li>PeaceWomen Across the Globe/Friedensfrauen Weltweit</li>
<li>Welt ohne Krieg</li>
<li>Forum SOSOS /Solidarität und Spiritualität Ostschweiz</li>
<li>Ergosom-Verein CH</li>
<li>Frauen für den Frieden Schweiz</li>
<li>Romero Haus</li>
<li>Katharina Werk, Basel</li>
</ul>
<h2><a href="http://www.gewaltfreiheit.ch/wp-content/agenda-zeit-fur-versohnung-09.pdf" onclick="return false;" title="Direkter Link zu der Datei">agenda-zeit-fur-versohnung-09.pdf</a></h2>
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		<item>
		<title>Zeit für Versöhnung</title>
		<link>http://www.gewaltfreiheit.ch/?p=85</link>
		<comments>http://www.gewaltfreiheit.ch/?p=85#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 29 Jun 2009 15:23:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[12 Tage vom 21. September – 2. Oktober 2009
Kampagne zum UNO-Jahr der Aussöhnung 2009
Die Aufarbeitung der Vergangenheit und Versöhnung sind bedeutsame Schritte auf dem Weg zu Frieden und Gerechtigkeit. Menschen aller Kulturen und durch alle Zeiten hindurch haben dies erkannt und ihre eigenen Konfliktlösungsstrategien und Rituale entwickelt. Versöhnung ist nicht nur auf internationaler, nationaler und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>12 Tage vom 21. September – 2. Oktober 2009</strong></p>
<p><em>Kampagne zum UNO-Jahr der Aussöhnung 2009</em></p>
<p>Die Aufarbeitung der Vergangenheit und Versöhnung sind bedeutsame Schritte auf dem Weg zu Frieden und Gerechtigkeit. Menschen aller Kulturen und durch alle Zeiten hindurch haben dies erkannt und ihre eigenen Konfliktlösungsstrategien und Rituale entwickelt. Versöhnung ist nicht nur auf internationaler, nationaler und gesellschaftlicher Ebene wichtig, sondern auch in Familien und auf der persönlichen Ebene. Eine gelungene Versöhnung ebnet den Weg für einen hoffnungsvollen Neubeginn.</p>
<p>Es ist an der Zeit, die Frieden stiftende Tradition von Versöhnung auf allen Ebenen unseres Seins und in allen Bereichen des Lebens neu zu beleben. Dies haben auch die Vereinten Nationen erkannt und das Jahr 2009 als Internationales Jahr der Aussöhnung ausgerufen.</p>
<p>Die 12 Tage «Zeit für Versöhnung» finden zwischen dem «Internationalen Friedenstag» (21. September) und dem «Internationalen Tag für Gewaltlosigkeit» (2. Oktober) statt. Ziel des vielfältigen Programms ist es, das Bewusstsein für Versöhnung zu aktivieren und zu stärken.</p>
<p><em>Trägerorganisationen</em></p>
<p>Forum für Friedenserziehung / IFOR-CH • S.E.R. Stiftung CH • CAUX-Initiativen der Veränderung • Schweizerischer Friedensrat • PeaceWomen Across the Globe / Friedensfrauen Weltweit • Welt ohne Krieg • Forum SOSOS / Solidarität und Spiritualität Ostschweiz • Ergosom-Verein CH • Frauen für den Frieden Schweiz</p>
<p><strong>Versöhnung</strong></p>
<p>2009 wurde von der UNO zum Jahr der Versöhnung deklariert. Gleichzeitig feiert der Internationale Versöhnungsbund/IFOR, der aus dem 1. Weltkrieg entstand und sich seit 1919 für aktive Gewaltfreiheit und Versöhnung einsetzt, sein 90-jähriges Jubiläum.</p>
<p>Versöhnung hat die Welt heute bitter nötig: In vielen Konfliktgebieten herrscht Krieg, wird Blut vergossen, reisst die Gewalt tiefe Wunden auf. Waffenstillstand ist zwar ein erster Schritt, genügt aber nicht. Versöhnung heisst, dass auch die inneren Verletzungen der Menschen Heilung finden, dass Hass und Feindschaft überwunden, und in eine neue versöhnte Gemeinschaft übergehen können.</p>
<p>Versöhnung ist etwas vom Schwierigsten. Der Schritt zur Reue und zum Schuldeingeständnis fällt Tätern oft schwer, weil er zwingt, den eigenen Verfehlungen, der eigenen dunklen Seite ins Auge zu sehen. Wo er aber gelingt, wirkt er reinigend und befreiend.  Und auch die Vergebung fällt Opfern oft nicht leicht. Wir können starke Gefühle wie Aggressionen und Ressentiments ja nicht einfach beiseite legen. Vergebung setzt eine bewusste Entscheidung voraus. Dieser Entscheid zu vergeben ist sogar dann möglich, wenn die Täter noch nicht bereit sind zur Versöhnung. Wo Vergebung gelingt, wirkt  sie befreiend von der Last der Vergangenheit, und eröffnet neue Zukunft.</p>
<p>Versöhnung kann nicht von aussen befohlen oder auferlegt werden. Die Gesellschaft kann aber durch ihre Beendigung des Unrechts das Recht wiederherstellen, und durch öffentliche Anerkennung des erlittenen Leids den Opfern ihre Würde wieder zurückgeben. Sie kann durch kollektive Aufdeckung der Wahrheit, durch Reinigungs- und Sühnerituale, durch Schritte der Wiedergutmachung und Wiedereingliederung einen Versöhnungsprozess ermöglichen.</p>
<p><em>Ueli Wildberger</em></p>
<p><a href="http://www.gewaltfreiheit.ch/wp-content/flyer-versohnungszeit.pdf" title="flyer-versohnungszeit.pdf">flyer-versohnungszeit.pdf</a></p>
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		<item>
		<title>Zum Auftakt des UNO-Jahres der Versöhnung 2009</title>
		<link>http://www.gewaltfreiheit.ch/?p=81</link>
		<comments>http://www.gewaltfreiheit.ch/?p=81#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 11 Jan 2009 12:27:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[

  
Die UNO-Vollversammlung hat das Jahr 2009 zum Jahr der Versöhnung deklariert. Versöhnung ist ein hoher Anspruch. Sie braucht Mut und Offenheit, Ausdauer und Grossmut – von Opfer- wie von Täterseite. Versöhnung benötigt oft viele Schritte und viel Zeit. Sie ist etwas vom Schwierigsten – wenn sie aber gelingt, auch etwas vom Schönsten: Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=utf-8" /><meta name="ProgId" content="Word.Document" /><meta name="Generator" content="Microsoft Word 11" /><meta name="Originator" content="Microsoft Word 11" /></p>
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<p>Die UNO-Vollversammlung hat das Jahr 2009 zum Jahr der Versöhnung deklariert. Versöhnung ist ein hoher Anspruch. Sie braucht Mut und Offenheit, Ausdauer und Grossmut – von Opfer- wie von Täterseite. Versöhnung benötigt oft viele Schritte und viel Zeit. Sie ist etwas vom Schwierigsten – wenn sie aber gelingt, auch etwas vom Schönsten: Die Krönung eines Friedensprozesses. In unserer Welt der Gewalt und Kriege ist sie deshalb ein Gebot der Stunde – möge das Geschenk der Versöhnung im Jahr 2009 in vielen kleinen und grossen Konflikten Wirklichkeit werden!</p>
<p>Text von Ueli Wildberger: <a href="http://www.gewaltfreiheit.ch/wp-content/jahr-der-versoehnung-2009.pdf" title="jahr-der-versoehnung-2009.pdf">jahr-der-versoehnung-2009.pdf</a></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height: 150%"><em><span style="line-height: 150%"><o:p></o:p></span></em></p>
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		<item>
		<title>Zum 40. Todestag von Martin Luther King am 4. April 2008</title>
		<link>http://www.gewaltfreiheit.ch/?p=64</link>
		<comments>http://www.gewaltfreiheit.ch/?p=64#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 19 Mar 2008 19:48:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Martin Luther King heute: Wie funktioniert gewaltfreier Widerstand?
Filmabend zum Leben von Martin Luther King jr, mit Ausschnitten eindrücklicher gewaltfreier Kampagnen aus der damaligen Bürgerrechtsbewegung in den USA und Diskussion zur Bedeutung für die sozialen Kämpfe heute.
Nicht Waffen, sondern Liebe, Verständnis und guter Wille können uns von der
Furcht befreien»
ORT: GLOGGI, CEVI ZENTRUM GLOCKENHOF, SIHLSTR. 33, 8001 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Martin Luther King heute: Wie funktioniert gewaltfreier Widerstand?</p>
<p>Filmabend zum Leben von Martin Luther King jr, mit Ausschnitten eindrücklicher gewaltfreier Kampagnen aus der damaligen Bürgerrechtsbewegung in den USA und Diskussion zur Bedeutung für die sozialen Kämpfe heute.</p>
<p>Nicht Waffen, sondern Liebe, Verständnis und guter Wille können uns von der<br />
Furcht befreien»</p>
<p>ORT: GLOGGI, CEVI ZENTRUM GLOCKENHOF, SIHLSTR. 33, 8001 ZÜRICH</p>
<p>ZEIT: FREITAG, DEN 4. APRIL 2008, BEGINN 19.30 UHR, EINTRITT FREI</p>
<p>Martin Luther King war ein Vorkämpfer der Gewaltfreiheit. Mit gewaltfreien Protest- und Widerstandsaktionen prangerte die Bürgerrechtsbewegung der 1950er und 1960er Jahre in den USA die herrschende Rassendiskriminierung an und kämpfte mit spektakulären Aktionen des Zivilen Ungehorsams für Gleichheit und Würde der Schwarzen. Martin Luther King erschloss damit einen neuen dritten Weg ­ nicht Gegengewalt noch Passivität, sondern schöpferischer gewaltfreier Widerstand.</p>
<p>Heute sind wir mit vielen sozialen Konflikten konfrontiert, denken wir nur an die Gewalt auf der Strasse, Ausländerfeindlichkeit, Umweltzerstörung bis hin zum Krieg. Welche Bedeutung haben die beispielhaften Kampagnen Kings für uns heute? Was können wir daraus lernen und für gegenwärtige soziale Auseinandersetzungen fruchtbar machen? Wo ist heute Widerstand angesagt und wie können gewaltfreie Aktionen und Kampagnen aufgebaut werden?</p>
<p>Veranstalter: Schweizerischer Friedensrat, Cevi Zürich, Zentrum Glockenhof, Humanistische Friedenskunst, Forum für Friedenserziehung/IFOR-CH<br />
<a href="http://www.gewaltfreiheit.ch/wp-content/mlkingveranstaltung4408zurich.pdf" title="Direkter Link zu der Datei">M. L. King Veranstaltung 04.04.2008 Zurich.pdf</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Martin Luther King jr - Vorkämpfer der Gewaltfreiheit</title>
		<link>http://www.gewaltfreiheit.ch/?p=66</link>
		<comments>http://www.gewaltfreiheit.ch/?p=66#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 19 Mar 2008 19:47:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ueli Wildberger zu Martin Luther King
Am 4. April jährt sich zum 40. Mal der Todestag von Martin Luther King junior. Er ahnte seinen frühen Tod voraus. Der Mörder James Earl Ray wird kurz darauf selber umgebracht - die Hintermänner der Ermordung Kings blieben bis heute unaufgedeckt!
Martin Luther King ist neben Mahatma Gandhi wohl der bedeutendste [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ueli Wildberger zu Martin Luther King</p>
<p>Am 4. April jährt sich zum 40. Mal der Todestag von Martin Luther King junior. Er ahnte seinen frühen Tod voraus. Der Mörder James Earl Ray wird kurz darauf selber umgebracht - die Hintermänner der Ermordung Kings blieben bis heute unaufgedeckt!</p>
<p>Martin Luther King ist neben Mahatma Gandhi wohl der bedeutendste und schöpferischste Vorkämpfer der Gewaltfreiheit geworden. Seine Bedeutung liegt darin, dass er – wie Gandhi im Kontext des Südens – den gewaltfreien Widerstand als wirksame und erfolgreiche Strategie auch für die Industriegesellschaften im Norden aufwies. Nach der Katastrophe des 2. Weltkriegs und angesichts des herrschenden sozialen Unrechts in<br />
vielen Ländern erschlossen King und die Bürgerrechtsbewegung mit ihren gewaltfreien Kampagnen eine neue Strategie der sozialen und politischen Veränderung - ohne endlose Gewaltspirale und Blutvergiessen. Aus der Sackgasse der Gegengewalt oder aber der Passivität wies er einen neuen dritten Weg, den der aktiven Gewaltfreiheit, der – wie King öfters betonte – die positiven Aspekte beider Pole in sich vereint: Mit der Gegengewalt hat er gemeinsam, dass er sich aktiv gegen Unrecht einsetzt; mit der Passivität, dass er auf Gewalt verzichtet und den Widerstand mit friedlichen Mitteln ausübt.</p>
<p>1968, das Todesjahr Kings, wurde weltweit zu einem geschichtsträchtigen Wendepunkt. Der Mut und die Entschlossenheit der Schwarzen, Unrecht nicht länger schweigend hinzunehmen, beflügelte Menschen in vielen Teilen der Welt, an ihrem Ort und auf ihre Weise aufzustehen und sich für Veränderung auf eine bessere Welt hin einzusetzen.</p>
<p>Der ganze Text (6 Seiten, pdf)<br />
<a href="http://www.gewaltfreiheit.ch/wp-content/ueli-wildberger-zu-mlking.pdf" title="Direkter Link zu der Datei">Ueli Wildberger zu M. L. King</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Radio DRS zum 60. Todestag von Gandhi</title>
		<link>http://www.gewaltfreiheit.ch/?p=61</link>
		<comments>http://www.gewaltfreiheit.ch/?p=61#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 29 Jan 2008 20:19:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gandhi]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 30. Januar 1948 wurde Mahatma Gandhi in Delhi von einem fanatischen Hindu erschossen. Der 78-Jährige brach mit den Worten «Oh mein Gott» auf den Lippen zusammen.
Sein Weg des gewaltlosen Widerstandes hat ihn bereits zu seinen Lebzeiten zum Volksheiligen gemacht. Begonnen hat aber alles nicht in Indien, sondern im Südafrika der Rassendiskriminierung. 21 Jahre verbrachte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="content">Am 30. Januar 1948 wurde Mahatma Gandhi in Delhi von einem fanatischen Hindu erschossen. Der 78-Jährige brach mit den Worten «Oh mein Gott» auf den Lippen zusammen.</p>
<p class="content">Sein Weg des gewaltlosen Widerstandes hat ihn bereits zu seinen Lebzeiten zum Volksheiligen gemacht. Begonnen hat aber alles nicht in Indien, sondern im Südafrika der Rassendiskriminierung. 21 Jahre verbrachte Mohandas Karamchand Gandhi dort.</p>
<p class="content">In «Kontext» blickt Peter Jaeggi anlässlich des Todestages auf diese prägende Zeit zurück - unter anderen zusammen mit Gandhis Enkelin El Gandhi in Durban.</p>
<p><a href="http://www.drs.ch/www/de/drs/sendungen/kontext/2685.sh10016589.html" target="_blank">Link zur Sendung</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Zum 60. Todestag von Mahatma Gandhi</title>
		<link>http://www.gewaltfreiheit.ch/?p=60</link>
		<comments>http://www.gewaltfreiheit.ch/?p=60#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 29 Jan 2008 12:24:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gandhi]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 30. Januar 1948 wurde Mahatma Gandhi auf dem Weg zur täglichen Gebetsversammlung von einem fanatischen Hindu erschossen. Er starb mit den Worten «Rama – Rama&#8230;» (Gott) auf den Lippen. Damit erlosch eine der bemerkenswertesten, faszinierendsten und leuchtendsten Gestalten des letzten Jahrhunderts.
Kaum jemand hat im 20. Jahrhundert im sozialen und politischen Bereich so revolutionierend gewirkt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am 30. Januar 1948 wurde Mahatma Gandhi auf dem Weg zur täglichen Gebetsversammlung von einem fanatischen Hindu erschossen. Er starb mit den Worten «Rama – Rama&#8230;» (Gott) auf den Lippen. Damit erlosch eine der bemerkenswertesten, faszinierendsten und leuchtendsten Gestalten des letzten Jahrhunderts.</strong></p>
<p>Kaum jemand hat im 20. Jahrhundert im sozialen und politischen Bereich so revolutionierend gewirkt wie Mahatma Gandhi (1869 – 1948). Mit seiner Strategie des gewaltfreien Widerstands, die er in den ersten 20 Jahren seiner Anwaltstätigkeit in Südafrika entwickelte, führte er in jahrzehntelangen Anläufen und mit immer neuen und neuartigen Mobilisierungsaktionen Indien zur ersehnten Unabhängigkeit. Mit der aktiven Gewaltfreiheit schenkte er der Welt einen neuen Weg politischer Auseinandersetzung. Dieser kann – als Alternative zu Gewalt und Krieg – mithelfen, Unrecht ohne Blutvergiessen zu überwinden und Konflikte ohne Opfer und Zerstörung zu lösen – ein immenser, aber noch kaum gehobener Schatz für eine friedlichere Welt!</p>
<p><strong>Gewaltfreier Widerstand ist wirksam</strong></p>
<p>Die damalige britische Kolonialregierung war durchaus nicht so zivilisiert, wie immer wieder unterstellt wird. Sie schreckte nicht vor brutaler Gewalt zurück: 1919 liess General Dyer während der grossen Massenproteste in die demonstrierende Menge schiessen: 379 Menschen wurden getötet, über 1000 verletzt. Umgekehrt war Gandhi zu Beginn auch in seiner Bewegung mit gewaltbereiten Anhängern konfrontiert, es gelang ihm aber dank seiner genialen und mutig-wirksamen Strategie, diese in seinen gewaltfreien Kampf einzubinden. Sein Satyagraha (Festhalten an der Wahrheit), wie Gandhi seine neue Strategie  nannte, war nicht primär aus der östlichen Mentalität entstanden, wie viele bis heute glauben machen wollen; auch in Indien und im übrigen Asien kam es damals wie heute immer wieder zu grausamen Gewaltausbrüchen und Brutalitäten.</p>
<p>Wohl die entscheidendste Einsicht von Gandhi war die Entdeckung, dass seelische oder geistige Kraft stärker ist als alle Gewalt. Gewalt führt in der Regel nur zu noch mehr Gewalt: Die Gewaltspirale dreht sich weiter. Die Kraft der Wahrheit, die das Gute sucht, ist ihr unendlich überlegen. Denn jeder Mensch strebt letztlich darnach, aus seiner Sicht das Richtige zu tun – auch sogar wo er zur Gewalt greift. Indem der oder die Gewaltlose nicht wieder mit Gewalt reagiert, sondern sich zwar widersetzt, aber lieber selber den Kopf hinhält und Gewalt auf sich nimmt, wird die Gewaltkette durchbrochen. Damit  kommt die Gewalt an ein Ende, wird etwas Neues möglich.</p>
<p>Geradezu steinzeitlich wirkt demgegenüber die heutige weltweite Aufrüstungs- und Abschreckungspolitik: Der Krieg gegen den Terrorismus sucht Gewalt mit immer noch mehr Zerstörung zu besiegen, und schafft dabei nur immer noch mehr Terroristen. Gewaltfreiheit dagegen weigert sich, den oder die GegnerIn als Feind oder Feindin zu sehen, den Menschen mit dem Bösen zu identifizieren und deshalb zu vernichten. Im Gegenteil: Eine gewaltfreie Haltung ist sich bewusst, dass auch die Unterdrücker in ihrer Rolle, ihren Ängsten und Irrtümern gefangen sind, und dass es darum geht, sowohl Unterdrückte wie Unterdrücker zu befreien. Dies aber kann am besten nicht mit Drohung geschehen, sondern mit der eigenen Leidensbereitschaft. Gewaltfreiheit bezieht ihre dynamische Kraft aus der Bereitschaft, für die eigene Überzeugung Sanktionen in Kauf zu nehmen. Diese Risikobereitschaft kann Gegnern die Augen öffnen, kann SympathisantInnen gewinnen und damit eine Bewegung stärken. Sie eröffnet auch heute in vielen sozialen Konflikten einen fruchtbaren und konstruktiven Weg – ein Gebot der Stunde.</p>
<p><strong>Aktive Gewaltfreiheit attackiert die Wurzeln der Gewalt</strong></p>
<p>Gandhi war revolutionär in seiner Schau der Zusammenhänge. Es war ihm sehr wohl bewusst, dass Unabhängigkeit Indiens ohne demokratische Gesellschaft, wirtschaftliche Autonomie, religiöse Toleranz zwischen Hindus und Muslimen und Gleichwertigkeit der Benachteiligten (Unberührbare) nicht wirklich Freiheit für die Menschen bedeutet. Deshalb wehrte er sich mit Händen und Füssen gegen eine Teilung Indiens – in Vorahnung der blutigen Massaker die folgen würden – und beging den Unabhängigkeitstag als Trauertag. Deshalb nahm er demonstrativ Unberührbare in seinen Ashram auf, und nahm dafür in Kauf, dass ihm  prominente Gönner ihre Geldspenden entzogen. Lange vor dem Friedensforscher Johan Galtung vertrat Gandhi somit einen umfassenden Gewaltbegriff, der die Auswüchse der Gewalt auf ihre Ursachen, nämlich Armut, Not, Verzweiflung, Abhängigkeit und Unwissen zurückführte, und zu ihrer Beseitigung aufrief. «Was denken Sie über die westliche Zivilisation?» soll ihn ein Reporter gefragt haben. Gandhi: «Ich denke, es wäre eine wundervolle Idee!»</p>
<p>Gandhi wagte es, tiefverwurzelte Gewohnheiten und Ungleichheiten infragezustellen, und sich mutig gegen damalige Normen aufzulehnen. Der Mut, ungeachtet der Konsequenzen auf die eigene &#8216;leise innere Stimme&#8217; zu vertrauen statt sich der öffentlichen Meinung anzupassen – diese Zivilcourage zeichnet eigenständig denkende Menschen aus. Sie sind es, die Machtmissbrauch und menschenverachtenden Tendenzen – wie die jüngste Geschichte lehrt – die Stirn bieten können.</p>
<p><strong>Konstruktives Programm</strong></p>
<p>Gandhi betonte beharrlich, dass gewaltfreie Veränderung auf zwei Beinen gehe: Einerseits gewaltfreier Widerstand gegen Unrecht, andererseits Aufbau einer alternativen Gesellschaft. Deshalb entwarf er ein «Konstruktives Programm» für sein Agrarland Indien, das auf der Entwicklung autonomer Dorfgemeinschaften basierte: In Anlehnung an den englischen Sozialphilosophen John Ruskin forderte er für die Millionen armer Dorfbewohner das Recht, aber auch die Pflicht zur Handarbeit: Jeder Mensch soll zur Deckung  seiner lebensnotwendigen Grundbedürfnisse mit seinen eigenen Händen beitragen: sein Wahrzeichen war fortan das Spinnrad. Damit wollte er gleich mehrere Ziele gleichzeitig erreichen: Manuelle Arbeit schenkt jedem Menschen Sinn und Würde. Sie trägt zum Lebensunterhalt bei und ermöglicht damit Selbständigkeit. Wenn alle mit ihren Händen das Nötige möglichst selber produzieren, wird damit  die menschenunwürdige Fliessbandarbeit und Ausbeutung in industriellen &#8216;Schwitzfabriken&#8217; weitgehend überflüssig. Und erst noch ist die lokale Produktion umweltfreundlich und überschaubar, und stärkt dadurch die demokratische Mitsprache und Unabhängigkeit im Kleinen.</p>
<p>Ein solches ökonomisches Entwicklungskonzept mutet auf den ersten Blick überholt an – aber könnte es sein, dass es angesichts einer immer technisierteren Welt, einer immer grösseren Kluft zwischen Arm und Reich und angesichts von Klimawandel und Ölverknappung einen zukunftsgerichteten Ausweg aus Arbeitslosigkeit, Armut, Ausbeutung und Umweltzerstörung anbietet? Beschränkung und Selbstgenügsamkeit könnten allen Menschen genügend Mittel für ein dezentes Leben ermöglichen, und gleichzeitig die natürlichen Lebensgrundlagen erhalten. Oder wie Gandhi es formulierte: «Es gibt nicht genügend Ressourcen für die Gier (greed) der Menschen, aber für ihre Grundbedürfnisse (needs)». &#8216;Small is beautiful&#8217; – diese Devise hat in meinen Augen nichts von ihrer Aktualität eingebüsst.</p>
<p>Im Zeitalter der Umweltbelastung und knappen Ressourcen ist vor allem seine Idee der Trusteeship zukunftsweisend, Damit meint Gandhi, dass alle Ressourcen der Natur den Menschen nicht als Eigentum zustehen, sondern ihnen nur als Treuhänder geliehen werden. Das Bewusstsein, die Schätze der Natur nur als Lehen auf Zeit zu geniessen, könnte eine neue Haltung und Umgang mit der Umwelt ermöglichen.</p>
<p><strong>Veränderung fängt im eigenen Alltag an</strong></p>
<p>Gandhis Besonderheit lag auch darin, dass er politische Veränderung und persönlichen Wandel unlöslich miteinander verband. Er predigte nicht nur, er ging mit gutem Beispiel voran: Seine «Experimente mit der Wahrheit» umfassten alle Lebensbereiche: Das Leben in der Ashram-Lebensgemeinschaft, Versuche mit allerlei Diäten und Enthaltsamkeit, medizinische Naturheilverfahren, neue praxisbezogene Erziehung mit Kopf, Herz und Hand, genaueste Zeiteinteilung und Planung, das Teilen der gemeinsamen Güter: Nie ging es ihm dabei darum, eine Schule oder ein geschlossenes Lebenssystem zu entwerfen: Im Gegenteil, er ermutigte seine Anhänger, ihre eigenen &#8216;Experimente&#8217; zu wagen, zu widersprechen, neue Wege zu gehen.</p>
<p>Mit seinem rigorosen Lebensstil war Gandhi zwar prägend für viele und vollbrachte eine ungeheure Arbeitsleistung; gleichzeitig sollen auch die Schattenseiten  nicht verschwiegen werden. An seine eigene Familie legte er die gleichen strengen Massstäbe an; zuweilen behandelte er seine Frau und seine Kinder unglaublich hart und kompromisslos, wie er mit schonungsloser Offenheit in seiner Autobiographie selber  beschreibt. Seine Kinder litten darunter und flüchteten sich z.T. in Alkoholismus. Mit seiner Frau Kasturbai zusammen versuchte er zwar die Frauen zu fördern; sein Verhalten in Ehe und Familie trug aber noch patriarchale Züge. Seine charismatische Führung der Unabhängigkeitsbewegung vermochte zwar Millionen zu begeistern, aber machte ihn auch zu einer einsamen und exponierten Führerfigur. Für Gandhi spricht, dass er dabei bescheiden und offen blieb für Einwände und Kritik, und bereit, seine Einstellung jederzeit zu revidieren. Mit seinem  Humor  vermochte er immer wieder schwierige Situationen zu entschärfen.</p>
<p><strong>Radikalität</strong></p>
<p>Gandhis Durchschlagskraft beruhte nicht zuletzt auf seiner Radikalität: In seiner Kleidung glich er sich mit seinem Lendentuch schrittweise den Ärmsten Indiens an. In der Anfangszeit der Befreiungsbewegung rief er die Inder auf, die Universitäten, die Richter- und Verwaltungsämter der Briten zu boykottieren; ihre Stoffe zu verbrennen.</p>
<p>Als er zu seinem berühmten Salzmarsch vom Sabarmati-Ashram aufbrach, schwor er, nicht in seinen Ashram zurückzukehren, bevor Indien frei sei. Insgesamt über 6 Jahre seines Lebens verbrachte Gandhi in Gefängnissen. Indem er mit seinem Zivilen Ungehorsam furchtlos seinen Landsleuten ins Gefängnis voranging, löste er eine ungeheure Welle des Mutes und der Hingabe aus: Tausende brachen 1931 das Salzmonopol der Engländer und wanderten ins Gefängnis: Auf dem Höhepunkt der Salzkampagne waren 70 000 InderInnen inhaftiert – eine gewaltlose Auseinandersetzung auf Biegen und Brechen mit der britischen Kolonialregierung, die ihr deutlich machte, dass ihre Tage gezählt waren. Das Neue an Gandhis Handeln war seine Verbindung von Radikalität und Gewaltfreiheit: Die energische Hingabe – gekoppelt mit dem  Verzicht auf Drohung, Zwang und Gewalt: Ich denke, eine solche gewaltfreie Einsatzbereitschaft kann auch heute Berge versetzen!</p>
<p><strong>Religion und Politik</strong></p>
<p>Vielleicht die grösste Bedeutung Gandhis für heute liegt aber in seiner besonderen Verbindung von Religion und Politik. Im Gegensatz zur heute herrschenden Anschauung in der Politik sind Religion und Politik für Gandhi nicht zwei getrennte Bereiche mit je ihren eigenen Gesetzlichkeiten. Deshalb verwirft er die gängige Politik-Auffassung, die für einen guten Zweck notfalls auch Gewaltmittel erlaubt. Denn diese korrumpieren unweigerlich die hehren Ziele: Gewalt ruft nach bedingungslosem Gehorsam, Brutalität, Hierarchie, dem Recht des Stärkern; dabei gerät aber alles, was mit Liebe, Freiheit, Achtung und Wertschätzung zu tun hat unter die Räder. Erst recht lehnt er deshalb allen religiösen Fundamentalismus mit seiner Zweiteilung der Welt in Gut und Böse und der Rechtfertigung der Gewalt gegen religiöse Feinde ab.</p>
<p>Vielmehr geht es Gandhi um das Festhalten an den religiösen Werten und Moral auch in  Konflikten aus der Einsicht heraus, dass gute Ziele nur durch gute Mittel erreicht werden können – und dass umgekehrt der Weg schon das Ziel ist. An mir als einzelnem Menschen liegt es, meinen Teil der Verantwortung für eine friedliche Welt schon zu leben, und damit meinen Baustein zu einer menschlicheren Gesellschaft beizutragen. Vielleicht bleibe ich allein, habe ich nach aussen keinen Erfolg: Trotzdem ist ein erster Schritt gemacht, der seinen Wert und seine Verheissung in sich trägt. Dieses Streben nach &#8216;Wahrheit&#8217;, die nur je vom einzelnen Menschen entdeckt und errungen werden kann, aber dem Leben und jedem guten Schritt erst seinen Sinn gibt, ist für Gandhi letztlich in seiner religiösen Überzeugung begründet. Auch hierin aber ist Gandhi modern: Nicht in seinem Hinduismus, nicht in einer bestimmten Religion, sondern in seinem Glauben an eine  letzte göttlichen Wahrheit und Kraft hinter allen Religionen. Nicht Gott ist Wahrheit, sondern Wahrheit ist Gott, fasst Gandhi seine Überzeugung  zusammen.</p>
<p><em>Ueli Wildberger</em></p>
<p>Zum Autor:<br />
Ueli Wildberger ist Mitarbeiter beim Forum für Friedenserziehung, dem Deutschschweizer Zweig des Internationalen Versöhnungsbundes (IFOR). Der IFOR wurde nach dem 1. Weltkrieg 1919 gegründet und vereinigt in über 50 Ländern Menschen, die sich im Sinne Gandhis und Martin Luther Kings auf interreligiöser Grundlage für aktive Gewaltfreiheit auf der persönlichen wie gesellschaftlichen Ebene einsetzen.<br />
Forum für Friedenserziehung, Magnihalden 14, Postfach 325, 9004 St.Gallen<br />
Tel 071 244 17 37, fff.ifor@bluewin.ch, www. friedenserziehung.ch</p>
<p>Literaturhinweise:<br />
* M.K.Gandhi: Autobiographie, Hinder + Deelmann-V, Gladenbach 1991<br />
* My life is my message, Leben und Wirken M.K.Gandhi, WeZuCo, Kassel 1988<br />
* George Woodcock: Der gewaltlose Revolutionär, WeZuCo, Kassel 1983<br />
* Dietmar Rothermund: Mahatma Gandhi, der Revolutionär der Gewaltlosigkeit, Piper-V, Zürich, 1989<br />
* Dieter Conrad: Gandhi und der Begriff des Politischen, Fink-V, München 2006</p>
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		<title>Medienmitteilung</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Sep 2007 17:57:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nic</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Die UNO-Generalversammlung hat erfreulicherweise am vergangenen 15. Juni
beschlossen, dass künftig der 2. Oktober ­ der Geburtstag Mahatma Gandhis ­
als internationaler Tag der Gewaltfreiheit begangen werden soll. Die
Resolution wurde von Indien eingebracht und von vielen Ländern, darunter die
Schweiz, unterstützt. Am kommenden Dienstag wird er zum ersten Mal auf der
ganzen Welt begangen.
Die unterzeichnenden schweizerischen Friedensorganisationen wollen, dass
sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die UNO-Generalversammlung hat erfreulicherweise am vergangenen 15. Juni<br />
beschlossen, dass künftig der 2. Oktober ­ der Geburtstag Mahatma Gandhis ­<br />
als internationaler Tag der Gewaltfreiheit begangen werden soll. Die<br />
Resolution wurde von Indien eingebracht und von vielen Ländern, darunter die<br />
Schweiz, unterstützt. Am kommenden Dienstag wird er zum ersten Mal auf der<br />
ganzen Welt begangen.</p>
<p>Die unterzeichnenden schweizerischen Friedensorganisationen wollen, dass<br />
sich die Unterstützung der Schweiz nicht auf die Zustimmung in New York<br />
beschränkt, sondern dass der Tag der Gewaltfreiheit auch in der Schweiz<br />
Bedeutung bekommt. Sie haben sich deshalb zum NGO-Kollektiv des<br />
Internationalen Tags der Gewaltfreiheit am 2. Oktober zusammengeschlossen<br />
und die beiliegende Resolution dazu verfasst (in deutsch, französisch und<br />
italienisch).</p>
<p>Zudem finden einige Veranstaltungen zu diesem Tag an diesem Tag statt,  so<br />
eine Gandhi-Soirée im Lausanner Volkshaus mit Apéro, Kurzreferaten und einem<br />
historischen Gandhi-Video ein (siehe die beiliegende Veranstaltungsübersicht<br />
über den 2. Oktober 2007).</p>
<p>Wir würden uns freuen, wenn Sie über unserem Zusammenschluss berichten,<br />
unsere Veranstaltungen in ihren Vorschauen berücksichtigen, über sie<br />
berichten oder gar an ihnen teilnehmen würden.</p>
<p>Beiliegend finden Sie zudem einen von Ueli Wildberger zu diesem Tag<br />
verfassten Hintergrundtext zur Aktualität Mahatma Gandhis zu Ihrer<br />
Information (in deutsch und französisch).</p>
<p>Für Rückfragen: Ruedi Tobler, Schweizerischer Friedensrat, 079 319 52 69, Pascale Schuetz, Cenac, 021 661 24 34</p>
<p><a href="http://www.gewaltfreiheit.ch/wp-content/medienmitteilung-28_09_2007.pdf" title="medienmitteilung-28_09_2007.pdf">Medienmitteilung_28_09_2007.pdf</a></p>
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