Martin Luther King jr - Vorkämpfer der Gewaltfreiheit

Ueli Wildberger zu Martin Luther King

Am 4. April jährt sich zum 40. Mal der Todestag von Martin Luther King junior. Er ahnte seinen frühen Tod voraus. Der Mörder James Earl Ray wird kurz darauf selber umgebracht - die Hintermänner der Ermordung Kings blieben bis heute unaufgedeckt!

Martin Luther King ist neben Mahatma Gandhi wohl der bedeutendste und schöpferischste Vorkämpfer der Gewaltfreiheit geworden. Seine Bedeutung liegt darin, dass er – wie Gandhi im Kontext des Südens – den gewaltfreien Widerstand als wirksame und erfolgreiche Strategie auch für die Industriegesellschaften im Norden aufwies. Nach der Katastrophe des 2. Weltkriegs und angesichts des herrschenden sozialen Unrechts in
vielen Ländern erschlossen King und die Bürgerrechtsbewegung mit ihren gewaltfreien Kampagnen eine neue Strategie der sozialen und politischen Veränderung - ohne endlose Gewaltspirale und Blutvergiessen. Aus der Sackgasse der Gegengewalt oder aber der Passivität wies er einen neuen dritten Weg, den der aktiven Gewaltfreiheit, der – wie King öfters betonte – die positiven Aspekte beider Pole in sich vereint: Mit der Gegengewalt hat er gemeinsam, dass er sich aktiv gegen Unrecht einsetzt; mit der Passivität, dass er auf Gewalt verzichtet und den Widerstand mit friedlichen Mitteln ausübt.

1968, das Todesjahr Kings, wurde weltweit zu einem geschichtsträchtigen Wendepunkt. Der Mut und die Entschlossenheit der Schwarzen, Unrecht nicht länger schweigend hinzunehmen, beflügelte Menschen in vielen Teilen der Welt, an ihrem Ort und auf ihre Weise aufzustehen und sich für Veränderung auf eine bessere Welt hin einzusetzen.

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Ueli Wildberger zu M. L. King

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